
Die heutige Türkei hat ein reiches kulturelles Erbe. Viele Völker wie die
Hethiter, Griechen, Perser und andere haben hier einst gelebt. Bild: © S.Flint /
PIXELIO
Die europäischen Wissenschaftler haben in der Vergangenheit die alttürkische
Geschichte teilweise ignoriert, da es zu aufwendig und chaotisch ist die Türken
aus den anderen Völkern Zentralasiens herauszufiltern. Auch kann man nicht von
verschiedenen Rassen oder Ethnien sprechen. Einzig die Sprache und die Kultur
verbindet alle Turkvöker miteinander. In den letzten Jahrzehnten aber scheint
das Interesse an zentralasiatischen Kulturen im Zusammenhang mit den
Türkeitürken gestiegen zu sein.
Ohne damit die nationalistische Propaganda aus den Zeiten der Geburt der
Türkischen Republik zu unterstützen sind sich viele westliche Anthropologen
darüber einig, dass die Vorfahren der Indianer, zumindest Nordamerikas, über die
Beringstrasse aus Zentralasien einwanderten. Vor über 10.000 Jahren lag der
Meeresspiegel um rund 90 Meter tiefer. So konnten, wahrscheinlich in drei großen
Wellen, Zentralasiaten die Beringstraße, die mit Eis überdeckt war, überqueren.
Und die Turkvölker spielen eine primäre Rolle in Zentralasien, weshalb kein
Wissenschaftler darum hinwegkommt, sich mit den türkischen und innerasiatischen
Kulturen und deren Herkunft bzw. kulturelle Vermischung zu beschäftigen. Einige
interessante Entdeckungen sind dadurch zutage gekommen.

Das traditionelle Zelt der Reiternomaden in Zentralasien ist die Jurte (aus dem
türkischen Yurt = Heimat). Aus den mit Jurten gebildeten Heerlagern der
feindlichen asiatischen Armeen leitet sich die deutsche Bezeichnung Horde für
kriegerische Völkerschaften ab, wie zum Beispiel die Goldene Horde.
Vergleichsweise haben die amerikanischen Ureinwohner Ihre Tipis. Jedoch fehlt
bei den Indianern die Pferdekultur, die erst mit den europäischen Siedlern nach
Nordamerika kam. Bild: © dieberta /
PIXELIO
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Stand Sonntag, 29. April 2007
Copyright
Text: Engin Senli
Bildmaterialien: Pixelio.de
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