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ich habe mir vorgenommen, auf diesen Seiten umfassende Informationen über
die Türken, ihre Geschichte, ihre Weltanschauungen und die aktuellen politischen
Ereignisse niederzuschreiben. Das Ziel dieser Website ist das bessere
Verständnis der türkischen und zentralasiatischen Kultur und die Unterstützung
der Integration von in Deutschland lebenden Türken. Daher ist die komplette
Website auch auf Deutsch.
Allgemein bekannt ist die kulturelle und landschaftliche Vielfalt in der
heutigen Türkei. Auch wird allgemein angenommen, dass die Türken der islamischen
Hemisphäre angehören.
Ich möchte hier aufzeigen, dass es noch weit mehr Identitäten der Türken (oder
auch Turkvölker) gibt.
Die ersten Türken, die sich um 960 n.Chr. zum Islam bekannten, waren die
Karachaniden. Sie wurden von der persischen Sprache und Kultur beeinflusst.
Vorher gab es nur einige türkische Militärsklaven der Samaniden und später der
abbasidischen Kalifen. Vor und während dieser Zeit gab es Türken, die sich zum
Buddhismus, Schamanismus, Tengrismus, Christentum, Manichäismus und sogar zum Judentum
bekannten. Sogar heute gibt es Nachfahren türkischer Stämme, die sich nicht zum
Islam bekennen.

Die Sultan-Ahmet-Moschee (in Europa besser bekannt als die Blaue Moschee) wurde
1609 bis 1616 vom Schüler Sinans (Vater der osmanischen Architektur), Mehmet
Aga, erbaut. Sie gilt als Hauptmoschee Istanbuls nach der Säkularisierung der
Hagia Sophia. Bild: pixelio.de

Die heutige Türkei hat ein reiches kulturelles Erbe. Viele Völker wie die
Hethiter, Griechen, Perser und andere haben hier einst gelebt. Bild: pixelio.de
Die europäischen Wissenschaftler haben in der Vergangenheit die alttürkische
Geschichte teilweise ignoriert, da es zu aufwendig und chaotisch ist die Türken
aus den anderen Völkern Zentralasiens herauszufiltern. Auch kann man nicht von
verschiedenen Rassen oder Ethnien sprechen. Einzig die Sprache und die Kultur
verbindet alle Turkvöker miteinander. In den letzten Jahrzehnten aber scheint
das Interesse an zentralasiatischen Kulturen im Zusammenhang mit den
Türkeitürken gestiegen zu sein.
Ohne damit die nationalistische Propaganda aus den Zeiten der Geburt der
Türkischen Republik zu unterstützen sind sich viele westliche Anthropologen
darüber einig, dass die Vorfahren der Indianer, zumindest Nordamerikas, über die
Beringstrasse aus Zentralasien einwanderten. Vor über 10.000 Jahren lag der
Meeresspiegel um rund 90 Meter tiefer. So konnten, wahrscheinlich in drei großen
Wellen, Zentralasiaten die Beringstraße, die mit Eis überdeckt war, überqueren.
Und die Turkvölker spielen eine primäre Rolle in Zentralasien, weshalb kein
Wissenschaftler darum hinwegkommt, sich mit den türkischen und innerasiatischen
Kulturen und deren Herkunft bzw. kulturelle Vermischung zu beschäftigen. Einige
interessante Entdeckungen sind dadurch zutage gekommen.

Das traditionelle Zelt der Reiternomaden in Zentralasien ist die Jurte (aus dem
türkischen Yurt = Heimat). Aus den mit Jurten gebildeten Heerlagern der
feindlichen asiatischen Armeen leitet sich die deutsche Bezeichnung Horde für
kriegerische Völkerschaften ab, wie zum Beispiel die Goldene Horde.
Vergleichsweise haben die amerikanischen Ureinwohner Ihre Tipis. Jedoch fehlt
bei den Indianern die Pferdekultur, die erst mit den europäischen Siedlern nach
Nordamerika kam. Bild: pixelio.de
Heutzutage haben viele türkische Bürger aus Deutschland und aus der Türkei
große Wissenslücken über ihre eigene Heimat und Herkunft. Die Türken übernahmen
fast jede in der Welt existierende Religion, sie sprachen verschiedene
Hochsprachen und verbreiteten andere Kulturen über die Steppe, wobei sie ihre
eigene "türkische Note hinzufügten.
Eine solche Dynamik und kulturelle Vielfalt in der türkischen Geschichte müsste
normalerweise dazu führen, dass die moderne Türkei ein Vielvölkerstaat ohne
Probleme mit Andersgläubigen und anderen Kulturen sein müsste.
Aber die heutige Situation zeigt in einiger Hinsicht ein anderes Gesicht. Aber
es war nicht immer so. Woher kommen diese Tendenzen, wohin geht die Türkei?
Warum passieren immer wieder negative Ereignisse in der Türkei, wo sich die
bedeutende Mehrheit aller Türken fragt warum das so ist? Diese Fragen gilt es zu
klären.

Die Türkei zeichnet sich auch durch eine Vielzahl von verschiedenen Landschaften
aus. Es gibt trockene Steppen, Wälder, grüne Wiesen, Wasserlandschaften und eine
ausgesprochen vielfältige Flora und Fauna. Bild: pixelio.de
Die türkische Kultur ist mit Sicherheit eine der älteren Kulturen mit selbst
entwickelter Schrift auf dieser Welt. Sie ist immer noch tief in den Seelen der
heutigen Turkvölker verankert. Auch heute noch leben viele türkische Nomaden
genauso wie vor tausenden von Jahren, was eine Besonderheit für sich ist. Sehr
früh entsprangen aus ihren nomadischen und halbnomadischen Kulturen hoch
entwickelte Großreiche. Aber gibt es noch unerforschte Gebiete der Turkologie?
Aber klar doch!
Es gibt noch viele sehr interessante Indizien zu erforschen. Die Indianer in
Nordamerika, die Sumerer im Zweistromland und die großen Türkenreiche in
Zentralasien sind nur einige Beispiele einer archäologischen Entdeckungsreise,
die erst in jüngster Zeit das Interesse der Wissenschaftler und Archäologen
erlangt hat. Es fehlen viele Beweise und es ist auch sehr schwer plausible
theoretische Denkansätze von den nationalistischen Propaganda türkischer
Historiker herauszufiltern. Aber hier soll nicht professionell geforscht werden.
Hier soll einfach eine Sammlung aller türkischen Begebenheiten zu Verfügung
stehen, über die dann ausführlich diskutiert werden kann.

Die chinesische Mauer ist mit ihren 6350 Kilometern Länge das größte Bauwerk der
Welt. Sie wurde zum Schutz vor den in Innerasien lebenden Reitervölkern erbaut.
Bild: pixelio.de
Türkische sowie vor allem chinesische Quellen belegen in beeindruckender
Weise, wie weit der Einflussbereich der T'u-küe, (Türkiye?) wie sie von den
Chinesen im 6. Jhr. genannt wurden, reichte. Das Wort Türk; ist ein alter
Begriff, es bedeutet in etwa stark oder mächtig (manche Wissenschaftler
übersetzen das auch anders).
Über die Stärke der Türken wusste jedenfalls auch
der Kalif al-Ma'mun bescheid, der seine Leibgarde, wie im Römischen Reich die
Prätorianer, aus türkischen Kriegersklaven aus Zentralasien (Mamluken)
aufstellte. Dies wurde dann im ganzen Land Brauch. Dies war auch das Verhängnis
Bagdads, denn die türkischen Sklaven erhoben sich zu ihren Herrschern (Mamluken-Sultanat).
Die Geschichte der Turkvölker ist sehr schwierig zusammenzufassen, weil viele
von ihnen in anderen Völkern aufgegangen sind, ohne ihren Eigennamen
mitzunehmen. Alleine unter Dschingis Khans Stammesverband kämpften nachweislich
mindestens vier türkische Stämme. Im Westen seines Reiches waren die Türken
sogar in der Mehrzahl. Im Laufe der Zeit wurden sie mongolisiert. Wobei die
Mongolen ein mit den Türken kulturell verwandtes Volk sind. Auch wurden viele
Turkvölker slawisiert, iranisiert, sinisiert oder sogar sibirisiert. Somit
entsteht ein sehr große, flächendeckende Verwandtschaft mit anderen Völkern dass
es interessant ist die Gemeinsamkeiten bzw. die Unterschiede zwischen Ihnen
herauszufinden.
Ich möchte die Ursprünge der Türkvölker bis zu ihrer Entstehung zurückverfolgen.
Dazu werde ich umfangreiche Informationen zusammentragen und miteinander in
Verbindung bringen müssen. Die Welt der Türken ist eine sehr aufregende und
interessante Forschung und ich hoffe, dass ich Ihr Interesse wecken kann.
Ideen und selbst verfasste Artikel nehme ich gerne an, um sie hier zu
veröffentlichen. Ein Blog steht zur Verfügung. Jeder Interessierte ist herzlich
eingeladen hier mitzumachen. Kritik und Hinterfragungen sind ausdrücklich
erwünscht.
Stand Sonntag, 29. April 2007
Copyright
Text: Engin Senli
Bildmaterialien: Pixelio.de
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